Deutsche Meisterschaften U23/U18 vom 3.-5. Juli 2026 in Bochum-Wattenscheid

| Wechselbad der Gefühle bei Johann / DM-Debüt für Rocco |

Johann (U23) war trotz zurückliegender Verletzung mit großen Erwartungen in diese DM gegangen. Bereits im Vorlauf wurde klar, dass starke Trainingsergebnisse die fehlende Wettkampfpraxis nicht ersetzen können.

Der Start, der sonst seine Stärke ist, gelang ihm nicht gut, er fand nicht ins Rennen und machte kurz vor dem Ziel einen weiteren Fehler, der ihn einen Platz weiter vorn kostete. Es zeichnete sich ab, dass die gelaufenen 10,85s nicht für die besten 16 reichen würden.

Foto: Klaus J. Peters

Oder doch? Es folgte ein 20-minütiges Wechselbad der Gefühle zwischen nicht qualifiziert, q+ und qD. Am Ende rutschte Johann nach Losentscheid als 16. ins Halbfinale. Er gewann das Losverfahren gegen keinen Geringeren als den U20-Europameister im Zehnkampf – Amadeus Gräber, der im Vorlauf auf die 1/1000-Sekunde die gleiche Zeit wie Johann gelaufen war.

Gleich im ersten HF war Johann an der Reihe. Und wieder war der Startabschnitt alles andere als gut. Diesmal zeigte er jedoch eine ganz starke zweite Rennhälfte. Platz 4 in 10,71s und das Zittern begann. Das zweite HF hatte bessere Windbedingungen, die übrigens das ganze Wochenende sehr schwierig in Form von starkem Seitenwind waren. In der Endabrechnung sollte es um einen Platz bzw. 0,03s knapp nicht für den Finaleinzug reichen. Platz 9 in Deutschland mit der bitteren Gewissheit, dass unter anderen Umständen so viel mehr drin gewesen wäre. 

Für Rocco (U18) war die DM-Qualifikation über 200m bereits ein Riesenerfolg. Zum ersten Mal überhaupt hatte er sich in einer Einzeldisziplin für eine DM qualifiziert. Um aus den Halbfinals unter die besten 16 für das A-/B-Finale zu kommen, wäre eine deutliche Steigerung seiner PB nötig gewesen. Rocco musste gleich im ersten HF auf Bahn 4 ran. Der heftige Gegenwind im der Startkurve kostete ihn bereits in der Anfangsphase des Rennens zu viel Energie, die ihm auf den letzten 40m dann für einen rhythmischen Lauf fehlte. Als 6. seines HF lief Rocco nochmals unter 23s und wurde in der Endabrechnung 39. (von 56 Qualifikanten).

Foto: Klaus J. Peters

Auch wenn sich in Bochum nicht alle Träume erfüllt haben, sind wir stolz auf Euch und gespannt auf das, was noch kommt.